Die Möglichkeiten zur Behandlung einer Aphasie und die Prognose hängen von der ursächlichen Erkrankung ab. Nach einem Schlaganfall werden im Rahmen der Behandlung auf einer Stroke Unit (Schlaganfallstation im Krankenhaus) neben der medizinischen Diagnostik und Behandlung frühzeitig Sprach-(Logopädie), Ergo- und Physiotherapie eingesetzt. In vielen Fällen ist eine Aphasie gut behandelbar. Nach der Krankenhausbehandlung werden die Therapien ambulant fortgesetzt (mit entsprechenden ärztlichen Verordnungen). Bei Bedarf können auch Aufmerksamkeits- und Psychotherapie bewilligt werden. Häufig ist auch eine computergestützte Therapie hilfreich, wenn sie individuell mit Begleitung durch Therapeuten angeboten wird. Wichtig ist, dass Betroffene in Kommunikation zu bleiben, zum Beispiel auch in Selbsthilfegruppen.
Die logopädische Therapie ist der Schlüssel zur Verbesserung der sprachlichen Fähigkeiten von Menschen mit einer Aphasie. Dabei sollte die Sprachtherapie so früh wie möglich begonnen werden. Häufig erfolgt sie zunächst intensiv im Rahmen einer stationären Rehabilitationsmaßnahme. Danach wird die Therapie in einer sprachtherapeutischen Praxis oder im Hausbesuch fortgeführt.
Neueste Studien beweisen, dass sich durch intensive Sprachtherapie auch chronische Sprachstörungen nach einem Schlaganfall verbessern können.
Am Anfang der Sprachtherapie steht natürlich eine Diagnostik, die alle sprachlichen Modalitäten prüft: freies Sprechen, Benennleistung, Sprachverständnis, Nachsprechen, Schreiben und Lesen. Anhand dieser Ergebnisse wird eine Therapie geplant, die im Verlauf von Einheit zu Einheit an die Fähigkeiten und Fortschritte des Patienten angepasst wird. Die Therapieansätze können hier sehr unterschiedlich sein und werden abhängig von der diagnostizierten Störung und der Zeit seit dem Schlaganfall ausgewählt. Es gibt zwei Theorien, die den Therapieansätzen zugrunde liegen.
Ergotherapie kann bei Aphasie sehr sinnvoll sein, da sie darauf abzielt, die Lebensqualität und Selbstständigkeit der Betroffenen zu verbessern.